Adventskalender 2024
Die Reise zum Weihnachtsfest ist nun vorbei - Jeden Tag erwartete Euch ein Einblick in die Welt des Wichtels Alfred in der Vorweihnachtszeit. Türchen für Türchen, mit kleinen Geschichten.
Hier sind noch mal alle täglichen Abenteuer von Alfred und seine Geschichten zu nachlesen.
Alfred sagt „Tschüß“, das heißt auf Wiedersehen
Alfred der Wichtel hatte in diesem Jahr besonders viel Freude an der Weihnachtszeit. Jeden Tag freute er sich über die Kinder, die voller Aufregung seinen Adventskalender in Vaihingen besuchten. Die strahlenden Augen der kleinen Besucher und das Lachen erfüllten ihn mit Wärme. Besonders glücklich war er, dass auch online viele Menschen an seinen Geschichten teilhatten, die die Familie weiterverbreitete. Der Adventskalender hatte eine ganz besondere Magie, die weit über die Grenzen von Vaihingen hinausging.
Als der Weihnachtsmann nach seiner langen Reise zurückkehrte, war er sichtlich erschöpft. Doch er wusste, dass er sich auf Alfred verlassen konnte. Mit einem dankbaren Lächeln übergab er dem kleinen Wichtel ein besonderes Geschenk für seine unermüdliche Hilfe bei den Vorbereitungen. Alfred strahlte vor Freude und der Weihnachtsmann nahm sich einen Moment, um zu betonen, wie wichtig seine Arbeit für das Fest gewesen war.
Am Tag seiner Abreise verabschiedete sich Alfred herzlich von der Familie und seinen zwei Dalmatinerfreunden Emil und Lina. Die Zeit in Vaihingen war so schön gewesen, dass Alfred sich entschloss, auch im nächsten Jahr wieder zurückzukehren. Es hatte ihm ein tiefes Gefühl von Geborgenheit und Freude geschenkt, das er nicht so schnell vergessen würde.
Doch bevor er endgültig in den Winterwald zurück in sein Wichteldorf aufbrach, gab es noch ein letztes Weihnachtswunder. Durch die Spenden, die über seinen Adventskalender gesammelt wurden, konnte Alfred zwei wunderbare Projekte unterstützen: die Sepsis-Stiftung und den Argenhof. Alfred wusste, dass diese Spenden vielen Menschen helfen würden und so trug er ein weiteres Mal dazu bei, die Welt ein kleines Stück besser zu machen.

Türchen 24
Alfred und die große Reise
Es war der 24. Dezember, und Wichtel Alfred stand voller Vorfreude vor dem großen Schlitten, der bereits mit Geschenken für die Kinder auf der ganzen Welt beladen war. Die Rentiere standen geduldig vor dem Schlitten, bereit für die große Reise. Doch Alfred würde nicht mitfliegen. In dieser Nacht war es nicht sein Job, die Geschenke zu verteilen. Alles war für den Weihnachtsmann vorbereitet, der gleich mit seinem Schlitten aufbrach, um die festlich verpackten Gaben zu den Kindern zu bringen. Alfreds Aufgabe war es, sich in seinem warmen Wichtelhaus auszuruhen, auf den Weihnachtsmann zu warten und schon anzufangen seine Sachen einzupacken.
Alfred drehte sich um und sah auf den Adventskalender, den er jeden Tag sorgfältig geöffnet hatte. Heute war der letzte Tag und er wusste, dass der Weihnachtsmann nach seiner Rückkehr auch ihm eine besondere Überraschung hinterlassen würde. Doch bevor es so weit war, musste Alfred anfangen, seine Sachen zu packen, schließlich musste er ja in der nächsten Zeit eine Pause. Aber eines wusste er sicher: Im nächsten Jahr würde er wieder bereit sein, dem Weihnachtsmann bei den Vorbereitungen zu helfen.
Gerade als der Weihnachtsmann seine Reise beginnen wollte und sich der Schlitten mit einem kräftigen Ruck in Bewegung setzte, trat Alfred zusammen mit seinen beiden Dalmatinern Lina und Emil aus der Tür. „Wartet auf mich!“ rief Alfred und winkte dem Weihnachtsmann nach. Zu seiner Überraschung hielt der Schlitten kurz an, als der Weihnachtsmann lächelnd herüberschaute. „Komm, Alfred! Du darfst mich ein kleines Stück begleiten.“
Mit einem breiten Grinsen stieg Alfred auf den Rücken von Emil und zusammen mit Lina liefen sie ein Stück den verschneiten Weg entlang, während der Schlitten des Weihnachtsmannes langsam in den Himmel aufstieg. Und heute, ausnahmsweise, durfte Alfred sogar auf Emils Rücken reiten. Ein kleines Abenteuer, das ihn für den Rest des Jahres begleiten würde. Doch bald verabschiedeten sie sich und der Schlitten flog weiter in die Nacht, während Alfred, Lina und Emil zurück ins warme Haus gingen, zufrieden und gespannt auf das, was der nächste Advent bringen würde.


Türchen 23
Alfred nimmt ein Bad
Wichtel Alfred hatte alle Vorbereitungen für Weihnachten getroffen. Die Geschenke waren verpackt, der Tannenbaum stand prachtvoll geschmückt im Wohnzimmer, und der Duft von frisch gebackenen Keksen erfüllte das Haus. Doch es gab noch eine letzte, dringende Aufgabe: Alfred musste sich endlich baden. Mit einem zufriedenen Seufzer machte er sich auf den Weg zum Badezimmer, drehte den Wasserhahn auf und wartete auf das warme Wasser.
Gerade als er die Badewanne betreten wollte, sprangen Lina und Emil, die beiden Dalmatiner, fröhlich hinein. Mit einem platschenden Geräusch landeten sie im Wasser und spritzten überall hin, als wären sie auf einem eigenen Abenteuer. Alfred hielt inne und schaute verwirrt auf die beiden Hunde, die sich offensichtlich in der Wanne pudelwohl fühlten. „Oh nein, was soll das?“, murmelte er und versuchte, die Hunde sanft aus dem Wasser zu schubsen.
Doch kaum hatte er einen Schritt auf die Wanne zu gemacht, sprangen Lina und Emil, mit einem letzten freudigen Belllaut, gleichzeitig wieder heraus. Sie rannten aus dem Badezimmer und verschwanden schnell durch die Tür. Alfred blickte nun in die leere Badewanne und überall auf dem Boden waren nasse Pfotenabdrücke zu sehen. Die beiden Dalmatiner hatten sich nicht nur ein spaßiges Bad gegönnt, sondern auch eine kleine Wasserchaos-Überraschung hinterlassen.
Alfred seufzte und schüttelte lachend den Kopf. „Na toll, jetzt muss ich auch noch den ganzen Boden wischen!“ Doch statt sich zu ärgern, fand er die Situation plötzlich unglaublich lustig. Weihnachten war schließlich die Zeit des Chaos und der Überraschungen und wer konnte schon böse auf die beiden Dalmatiner sein, die ihm ein Lächeln ins Gesicht zauberten?
Nachdem der Trubel vorbei war, stieg Alfred schließlich in die Badewanne und ließ sich tief in das warme Wasser sinken. Der Duft von Lavendel erfüllte die Luft, und das sanfte Plätschern des Wassers um ihn herum entspannte ihn sofort. Ein zufriedenes Seufzen entglitt seinen Lippen, als er die Augen schloss und sich einfach treiben ließ. Für einen Moment vergaß er all den Trubel und die Hektik der Vorbereitungen. In diesem Moment gehörte die Badewanne ganz ihm, und er konnte sich vollkommen entspannen und auf Weihnachten freuen. Morgen, morgen ist es soweit.

Türchen 22
Alfred bügelt den Weihnachtsmantel
Versteckt hinter Türchen 22 des liebevoll gestalteten Adventskalenders in Vaihingen, arbeitete Alfred wieder an einer Aufgabe, um Weihnachten vorzubereiten. Gestern hatte er den Mantel des Weihnachtsmanns geflickt, der bei einer rasanten Schlittenfahrt an einem Ast hängen geblieben war. Heute musste er den Mantel aufbügeln und von allen Falten befreien, damit der Weihnachtsmann an Heiligabend in voller Pracht erstrahlen konnte.
Alfred hatte seinen winzigen Bügeltisch aufgebaut und das magische Bügeleisen angeworfen, das dampfte und funkelte, während er konzentriert arbeitete. Die beiden Dalmatiner Emil und Lina saßen aufmerksam daneben und beobachteten Alfred, wie er mit äußerster Sorgfalt jede Falte glättete.
„Na, ihr beiden,“ murmelte Alfred, ohne den Blick von seiner Arbeit abzuwenden. „Ihr wollt wohl sehen, wie echte Wichtelhandarbeit aussieht, hm?“
Emil legte den Kopf schief, und Lina schnüffelte neugierig an den frisch gebohnerten Stiefeln, die auf einem Stuhl lagen. Während Alfred sich über eine besonders widerspenstige Falte beugte, nutzte Emil den Moment und schnappte sich einen davon. Triumphierend trottete er zu Lina zurück und begann darauf herumzukauen.
„Hey! Emil!“ rief Alfred, als er das leise Quietschen hörte. „Das ist kein Kauknochen, sondern ein Schuh des Weihnachtsmanns!“
Emil sah ihn schuldbewusst mit großen, fleckigen Augen an, den Schuh noch im Maul. Alfred seufzte, nahm ihm vorsichtig das Accessoire ab und begutachtete es. Glücklicherweise hatte Emil keinen Schaden angerichtet, außer ein paar sabberigen Flecken, die Alfred mit einem magischen Tuch wegwischte.
„Ihr seid ja wirklich neugierig,“ sagte Alfred lächelnd, während die beiden Hunde sich auf den Boden legten und ihn weiter beobachteten. „Wenn ich fertig bin, bekommt ihr ein paar Hundeplätzchen. Aber nur, wenn ihr mir versprecht, nichts mehr zu klauen.“
Mit dieser Aussicht lagen Emil und Lina brav da, während Alfred den Mantel fertig aufbügelte. Am Ende hing der rote Stoff makellos und glatt über einem Kleiderständer. Der Weihnachtsmann würde stolz sein. Zufrieden mit seiner Arbeit holte Alfred zwei kleine Hundekuchen aus seiner Vorratskammer und reichte sie den Hunden.
„So, das habt ihr euch verdient. Aber denkt daran – keine Wichtelkleidung mehr anknabbern!“ sagte er mit einem Augenzwinkern.
Die beiden Dalmatiner wedelten eifrig mit ihren Schwänzen, während sie die Plätzchen genossen. Alfred lächelte, denn er wusste, dass jeder Tag in seinem kleinen Adventskalenderhaus voller Überraschungen und Abenteuer stecken würde – besonders, wenn Emil und Lina in der Nähe waren.

Türchen 21
Alfred und der Weihnachtsmannmantel
Es waren nur noch wenige Tage bis Weihnachten, als Alfred bemerkte, dass der Mantel des Weihnachtsmannes dringend eine Reparatur brauchte. Über das Jahr hinweg hatte der rote Stoff ein wenig gelitten. Risse, abgegriffene Stellen und lose Fäden. Doch Alfred wusste, dass dies ein sehr wichtiges Projekt war, und er machte sich sofort daran, den Mantel zu reparieren. In seiner Werkstatt holte er den kräftigen, roten Stoff hervor und suchte sich eine Nadel, die lang genug war, um die dicke Stofflage zu durchstechen. Während er vorsichtig die Risse zunähte, dachte er an die vielen Jahre, in denen der Weihnachtsmann diesen Mantel getragen hatte. Er stellte sich vor, wie der Weihnachtsmann mit seinem Sack voller Geschenke durch den Schnee stapfte. „Das ist mehr als ein Mantel“, murmelte Alfred, „er ist ein Symbol für all die Freude, die er jedes Jahr bringt.“ Stunden später war der Mantel wieder wie neu, keine Risse, keine losen Fäden, und der weiße Pelzkragen glänzte im warmen Licht seiner Werkstatt. Alfred legte den Mantel auf das Sofa und betrachtete sein Werk. „Er wird den Weihnachtsmann warm und glücklich machen“, dachte er zufrieden.

Türchen 20
Alfred verpackt Geschenke
Am 20. Dezember musste sich Alfred nun wieder den Vorbereitungen widmen. Es war eine der wichtigsten Aufgaben in dieser Zeit, und Alfred hatte schon viele Jahre Erfahrung darin, die Geschenke sorgfältig und liebevoll zu verpacken. Er hatte einen ganzen Tisch voller bunter Papierrollen, glänzender Schleifen und Anhängern und er freute sich darauf, alles für die bevorstehende Reise des Weihnachtsmannes vorzubereiten. Doch dieses Jahr war etwas anders – Lina und Emil, die beiden Dalmatiner, waren zu Besuch.
Kaum hatte Alfred die erste Geschenke begonnen einzupacken, hörte er schon ein Rascheln hinter sich. Lina, die immer voller Energie war, schnüffelte neugierig an einem riesigen Stapel Geschenkpapier. Mit einem Schwung riss sie ein Ende der Papierrolle los und rollte sich das ganze Papier um den Hals, als wäre es ein Spielzeug. Emil, der andere Dalmatiner, sah das und dachte sich, dass er auch etwas zum Spielen haben wollte. Er sprang auf den Tisch, schnappte sich eine der glänzenden Schleifen und rannte damit davon. Alfred stöhnte und versuchte, die beiden zu beruhigen. „Lina, Emil! Das ist kein Spielzeug!“ Doch die Hunde hatten ihren Spaß und ließen sich nicht so leicht stoppen.
Der Spaß der beiden Hunde nahm immer verrücktere Formen an. Lina sprang auf einen Karton, als Alfred gerade das Papier faltete, und zerdrückte fast die Päckchen, die er so sorgfältig vorbereitet hatte. Emil jagte mit einer riesigen Schleife durch die Werkstatt und wickelte sie um alles, was ihm in den Weg kam. Alfred konnte nur noch fassungslos zusehen, wie die beiden Dalmatiner durch die Werkstatt tobten und die ganze Ordnung zunichtemachten. „Oh nein, das wird noch ein langer Tag“, murmelte er und begann, die verstreuten Geschenke wieder einzusammeln.
Trotz des Chaos konnte Alfred irgendwann ein Lächeln nicht unterdrücken. Die beiden Hunde sahen so stolz aus, als sie mit den Schleifen und dem Papier durch die Werkstatt jagten. Es war eine unaufhaltsame Energie, die zwar einiges durcheinanderbrachte, aber auch für eine fröhliche Stimmung sorgte. Schließlich setzte sich Alfred wieder an seinen Tisch, um mit der Arbeit fortzufahren. „Heute wird es nicht langweilig“, lachte Alfred, während er sich wieder dem Einpacken widmete – dieses Mal mit einem Auge auf Lina und Emil, die nach wie vor ihren Spaß hatten.

Türchen 19
Alfred entspannt am Lagerfeuer
In seinem kleinen, liebevoll gestalteten Adventskalender, mitten in Vaihingen saß Alfred, der fleißige Wichtel in seinem Kämmerchen hinter Türchen Nummer 19. Heute, am 19. Dezember, gönnte sich Alfred nach all den anstrengenden Weihnachtsvorbereitungen endlich wieder eine wohlverdiente Pause.
Sein Kämmerchen war winzig, aber gemütlich. Ein knisterndes Lagerfeuer erfüllte den Raum mit angenehmer Wärme, und auf einem kleinen Tischchen neben seinem Schaukelstuhl dampfte eine Tasse duftender Apfel-Zimt-Tee. Alfred hatte es sich im Schaukelstuhl bequem gemacht, die Füße mit den rot-weiß geringelten Socken hochgelegt, und in seinen Händen hielt er ein dickes Buch mit Geschichten über vergangene Weihnachtsfeste.
Während er ab und zu von den Zeilen aufsah, schmunzelte er über die zwei Dalmatiner, Emil und Lina, die vor dem Feuer eingerollt lagen. Ihre braunen Punkte schienen im flackernden Licht des Feuers zu tanzen, und das leise Schnarchen der beiden erfüllte den Raum mit einer angenehmen Ruhe. „Ihr habt es auch nicht schlecht, was?“ murmelte Alfred und nippte an seinem Tee.
Er dachte an die letzten Tage, an all die kleinen Aufgaben, die er für die Weihnachtsvorbereitungen erledigt hatte: Plätzchen backen, Wunschzettel sortieren, Bilder malen, die Geschenke basteln und einen Weihnachtsbaum besorgen und schmücken. Und der Schlitten ist auch bereit für Heiligabend. Es war eine wundervolle Zeit, aber auch anstrengend.
Draußen wurde es vor seinem winzigen Fenster dunkler, da der Abend anbrach. „Morgen geht’s weiter“, dachte er lächelnd, „aber heute… heute ist einfach nur ein schöner Tag.“

Türchen 18
Alfred repariert den Schlitten
Am 18. Dezember hatte Alfred, der kleine Wichtel, wieder eine besonders wichtige Aufgabe. Die Tage bis Heiligabend wurden immer kürzer, und jede Aufgabe, die er übernahm, war entscheidend für das Gelingen des Festes. Heute sollte er sich um den Schlitten des Weihnachtsmannes kümmern. Der Schlitten musste auf Vordermann gebracht werden, damit er pünktlich für die große Reise in der Nacht des 24. Dezember bereit war. Alfred war sich bewusst, wie viel Verantwortung in dieser Aufgabe lag – immerhin war der Schlitten das wichtigste Transportmittel für all die Geschenke.
Alfred machte sich früh auf den Weg in die Werkstatt, wo der Schlitten schon auf ihn wartete. In der großen Halle stand er, glänzend und prächtig, aber auch ein wenig abgenutzt von den vielen Jahren der Nutzung. Alfred wusste, dass der Schlitten regelmäßig gewartet werden musste, damit er in der Heiligabendnacht zuverlässig funktionierte. Also begann er sofort, alle wichtigen Teile zu überprüfen: die Kufen, die Leinen, die magischen Lichter und natürlich die Schaufeln, die dem Schlitten beim Steuern halfen. Heute war auch der TÜV-Wichtel mit seiner Liste von Checks und Prüfungen zu Besuch. „Der Schlitten muss flugbereit sein“, sagte er ernst, als er die magischen Lichter testete und die Kufen begutachtete.
Während der TÜV-Wichtel die technischen Details überprüfte, widmete sich Alfred den kleineren, aber genauso wichtigen Aufgaben. Er polierte das Holz des Schlittens, dass es im magischen Licht der Werkstatt glänzte, und füllte den Vorrat an magischem Glanzstaub auf, der den Schlitten auf seiner Reise unsichtbar machte. Zwischendurch machte er immer wieder kleine Pausen, um die magischen Runen auf dem Schlitten zu reinigen, damit sie ihre volle Kraft entfalten konnten. „So, der Schlitten ist jetzt wieder topfit“, sagte der TÜV-Wichtel nach einer letzten Kontrolle und nickte zufrieden.
Alfred atmete tief durch und trat ein paar Schritte zurück, um den Schlitten in seiner ganzen Pracht zu betrachten. Er war stolz auf seine Arbeit, denn er wusste, dass der Weihnachtsmann und die Rentiere sich auf ihn verlassen konnten. Der Schlitten war jetzt bereit für die große Reise, und Alfred war froh, ein kleines Teil des großen Weihnachtszaubers zu sein. Als er sich aus der Werkstatt zurückzog, hörte er die vertraute Stimme des Weihnachtsmanns hinter sich: „Gut gemacht, Alfred! Es ist ein weiterer Schritt näher zum Heiligabend.“ Alfred strahlte und wusste, dass all die Aufgaben, die er erledigte, immer besonders waren – vor allem in der Weihnachtszeit.

Türchen 17
Alfred und die Rentiere
Alfred, der kleine Wichtel, war voller Vorfreude, denn heute gab es eine neue Aufgabe für ihn. Es war der 17. Dezember, eine Woche vor Weihnachten und seine Aufgabe war es, sich um die Rentiere des Weihnachtsmannes zu kümmern. Alfred hatte diese Verantwortung schon viele Male übernommen und war stolz darauf, den Tieren bei ihrer Vorbereitung für die große Reise am Heiligabend zu helfen. Heute musste er sicherstellen, dass sie fit und gesund waren, um die Geschenke rund um die Welt zu verteilen. Es war eine wichtige Aufgabe und Alfred fühlte sich dazu bereit.
Die Rentiere lebten auf einer weiten Wiese, umgeben von hohen Bäumen, die im Winter mit Schnee bedeckt waren. Alle Rentiere hatten rote Nasen, die im Winter besonders hell leuchteten. Alfred hatte frisches Heu und Karotten mitgebracht. Das Heu legte er in die große Heukrippe, die auf der Wiese stand und die Karotten verteilte er auf der gesamten Fläche, damit jedes Rentier genug abbekam. „Hallo, meine Freunde!“, rief er fröhlich, als er das Futter verteilte. Die Rentiere scharrten mit ihren Hufen und begannen sofort, das Heu und die Karotten zu fressen. Alfred streichelte Rudolph, das größte Rentier, sanft, als es mit seiner roten Nase an ihm vorbeizog.
Doch plötzlich bemerkte Alfred eine Bewegung am Rand der Wiese. Lina, der Dalmatiner, der bei der Familie lebte, bei der Alfred in diesem Jahr wohnte, hatte es auf eine der Karotten abgesehen. Mit einem flinken Sprung versuchte sie, sich eine der Karotten zu schnappen. „Lina, du Schlingel!“, rief Alfred lachend und lief schnell auf sie zu. Doch Lina schaute mit ihren treuen Augen zu ihm auf und wedelte mit dem Schwanz. „Okay, du darfst auch eine haben“, sagte Alfred schmunzelnd und zog eine Karotte aus seinem Korb, die er der Hündin gab. „Aber nur, wenn Emil auch eine bekommt!“ Emil, der andere Hund der Familie, hatte sich inzwischen neugierig zu ihnen gesellt und Alfred reichte auch ihm eine Karotte.
Nachdem er Lina und Emil versorgt hatte, wandte sich Alfred wieder den Rentieren zu. Er überprüfte ihre Hufe, bürstete ihr Fell und stellte sicher, dass sie gesund und bereit für den bevorstehenden Einsatz waren. Als er zufrieden mit seiner Arbeit war und die Rentiere sich friedlich mit ihrem Futter beschäftigten, hörte er plötzlich die vertraute, tiefe Stimme des Weihnachtsmanns hinter sich. „Du hast einen großartigen Job gemacht, Alfred!“ sagte der Weihnachtsmann mit einem Lächeln. Alfred strahlte stolz und wusste, dass er seine Aufgabe wieder einmal bestens erfüllt hatte.

Türchen 16
Alfred bastelt Spielzeug
Am 16. Dezember saß Alfred, der kleine Wichtel, in seiner Werkstatt und arbeitete mit Eifer an den Geschenken für die Kinder in Vaihingen. Der Raum war kühl, doch die Luft roch nach frisch geschnittenem Holz und Süßigkeiten. Es war noch viel zu tun, aber Alfred war gut im Plan. „Für Tim eine Holzeisenbahn“, murmelte er, während er mit ruhiger Hand die Wagen zusammenfügte. Der Wichtel sägte, hobelte und lackierte die kleinen Wagen. Daneben stand bereits ein kuscheliger Teddy für Lisa, den er liebevoll genäht hatte. Auch aus Holz hatte er ein Schaukelpferd für Max gebaut und kleine Gläser mit selbstgemachten Süßigkeiten und Zuckerstangen für andere Kinder waren auch vorbereitet. Emil, der Dalmatiner, saß geduldig in der Ecke und schaute Alfred bei der Arbeit zu. Ab und zu wedelte er mit dem Schwanz, als ob er auch ein Geschenk wollte.
Alfred lächelte und nahm erneut seine Werkzeuge in die Hand. „Für dich, Emil“, sagte er und baute eine kleine Mini-Eisenbahn, die der Hund hinter sich herziehen konnte. Emil sprang aufgeregt auf und zog den Wagen durch die Werkstatt. Mit einem zufriedenen Blick betrachtete Alfred die Geschenke. „Das wird ein wunderschönes Weihnachten für die Kinder“, dachte er und machte sich an den letzten Feinschliff.
Als der Nachmittag langsam in den Abend überging, füllte sich die Werkstatt mit warmem Licht, das durch das Fenster fiel. Der Duft von frischem Lack und Holz erfüllte noch immer die Luft. Alfred betrachtete die sorgfältig vorbereiteten Geschenke und nickte zufrieden. Es war ein langer Tag gewesen, aber jeder Moment hatte sich gelohnt. Die kleinen, Geschenke standen noch unverpackt überall rum, aber jedes einzelne trug ein Stück von Alfreds Liebe und Mühe. Emil lag mittlerweile erschöpft, aber glücklich, in der Nähe der Werkbank und schnarchte leise.
Alfred wusste, dass der letzte Schritt noch bevorstand: Die Geschenke mussten verpackt werden. Heute war es schon zu spät, aber er wusste, dass er in den kommenden Tagen genug Zeit finden würde, um alles fertigzustellen. Plötzlich tauchte Lina auf und lief freudig im Kreis, als sie Alfred bei seinen Überlegungen beobachtete. „Geduld, Lina“, lachte Alfred und streichelte den Hund, der mit glänzenden Augen auf seine vorbereiteten Geschenke starrte. Es würde noch etwas dauern, bis alles perfekt eingepackt und bereit war. Doch Alfred war zuversichtlich, dass er in den kommenden Tagen alles rechtzeitig schaffen würde. Es würde ein schönes Weihnachten werden, für alle.

Türchen 15
Alfred malt Bilder
Alfred, der kleine Wichtel, saß an seinem Schreibtisch in der Werkstatt und betrachtete die vielen Wunschzettel der Kinder aus Vaihingen. Es war kühl draußen, der Winter hatte den Wald fest im Griff, doch der Schnee hatte noch nicht eingesetzt. Der Tag war grau, und der kalte Wind zog durch die Ritzen des Hauses.
„Für Max, das Ritterbild ist fast fertig“, murmelte Alfred, während er den letzten Pinselstrich auf das Bild eines mutigen Ritters setzte. Emil und Lina, die beiden Dalmatiner, lagen auf ihren Decken und dösten vor sich hin. Doch als Alfred den Wunschzettel von Robert las, dachte er einen Moment nach. Robert hatte sich keine Märchenbilder gewünscht, sondern eine Waldlandschaft. „Das ist eine schöne Idee“, sagte Alfred zu sich selbst und packte seine Farben und Pinsel in einen kleinen Rucksack. „Kommt, Emil, Lina, wir gehen nach draußen“, rief er und machte sich mit den Hunden auf den Weg in den Wald. Der Boden war mit Raureif bedeckt, und die Luft war frisch und klar. Die Bäume standen still und kahl, die Äste in alle Richtungen ausgebreitet.
Alfred setzte sich auf einen großen Felsen und begann, die Landschaft zu malen. Der Himmel war grau, aber der Wald hatte seine eigene Ruhe und Schönheit. Emil schnüffelte neugierig um ihn herum, während Lina auf einen entfernten Vogel starrte. „Das wird Robert gefallen“, dachte Alfred, als er die letzten Details des Bildes hinzufügte – einen stillen Bach, der sich durch den Wald bis in den Katzenbachsee schlängelte, und ein paar Bäume, die sich im kalten Wind bogen. Als die Dämmerung begann, packte Alfred seine Sachen zusammen. „Frohe Weihnachten, Robert“, flüsterte er, als er den letzten Blick auf die Winterlandschaft warf. Dann machte er sich mit Emil und Lina auf den Heimweg, der kalte Wind wehte ihnen durch das Fell.

Türchen 14
Alfred schreibt Geschichten
In einem kleinen, unscheinbaren Zimmer des Adventskalenders mit der Nummer 14 saß der Wichtel Alfred und schaute sich um: Wände aus warmem Holz, einer roten Schleife an der Wand sein Bücherregal voller Glitzerstaub und Bücher, und in der Ecke ein bequemer Ohrensessel. Heute war ein besonderer Tag, denn Alfred hatte eine wichtige Aufgabe – die Wunschzettel der Kinder aus Vaihingen zu bearbeiten.
Alfred setzte sich an seinen winzigen Schreibtisch, auf dem ein Stapel bunter Wunschzettel lag. Viele Kinder hatten den gleichen Wunsch: eine Geschichte. Das erfüllte Alfreds Herz mit Freude. Geschichten waren seine Leidenschaft! Er öffnete sein dickes Weihnachtsbuch, dessen Seiten wie ein Schneesturm dufteten, und begann zu schreiben.
Die erste Geschichte handelte von einem mutigen Eichhörnchen, das im tiefen Winter nach einem verlorenen Nussvorrat suchte. Die zweite erzählte von einem magischen Schlitten, der Wünsche erfüllte, wenn man ein Lied für ihn sang. Alfred ließ seiner Fantasie freien Lauf, während er dabei fröhlich summte. Die Geschichten sprudelten nur so aus ihm heraus.
Ab und zu nahm er einen Schluck von seiner selbstgemachten Zitronenlimonade. Der Strohhalm war ein lustiges Ding, das bei jedem Zug ein fröhliches "Gluck-gluck" von sich gab. Alfred kicherte leise, jedes Mal, wenn das Geräusch ertönte. Es half ihm, die Gedanken zu sortieren und neue Ideen zu sammeln.
Als die Sonne hinter den Häusern verschwand und das Licht seines winzigen Fensters schummrig wurde, hatte Alfred sieben wunderbare Geschichten in sein Buch geschrieben. Müde, aber zufrieden, lehnte er sich zurück. Die Kinder aus Vaihingen würden begeistert sein! „Vielleicht schreibe ich morgen noch mehr“, murmelte Alfred und nippte ein letztes Mal an seiner Zitronenlimonade. Der Strohhalm gluckerte, als wollte er dem kleinen Wichtel zustimmen. Mit einem zufriedenen Lächeln schloss Alfred sein Weihnachtsbuch und machte sich bereit für eine gemütliche Nacht in seinem Adventskalender-Zimmer.

Türchen 13
Alfred und die Dalmatiner
Alfred war bekannt für seine fleißige Arbeit in der Weihnachtswerkstatt. Jeden Tag würde er jetzt hin und her flitzten, um die Wünsche der Kinder für Weihnachten zu erfüllen. Doch heute war etwas anders. Beim Lesen der Wünsche gestern fand er mehrere Zettel, auf dem ein seltsamer Wunsch stand. Diese hatte er sich sorgfältig auf einem Stapel für heute zur Seite gelegt: „Ich wünsche mir einen Dalmatiner.“ Alfred rieb sich verwundert die Augen. Hunde als Weihnachtsgeschenk? Das war doch ganz und gar nicht üblich. „Vielleicht haben die Kinder sich geirrt“, dachte er sich und legte den ersten Zettel beiseite. Doch je mehr Zettel er erneut durchlas, desto mehr stellte er fest, dass viele Kinder sich genau das Gleiche wünschten. Dalmatiner! „Das kann doch nicht wahr sein“, murmelte Alfred.
Die Kinder hatten sich fast ausschließlich Dalmatiner gewünscht. Das war wirklich ungewöhnlich. Doch als er in der Werkstatt die letzten Zettel durchging, fiel ihm etwas auf: „Moment mal…“, dachte Alfred und legte einen Zettel neben dem anderen auf den Tisch. Tatsächlich! Alle Zettel, auf denen der Dalmatiner-Wunsch stand, trugen die gleiche Handschrift. Es war die Schrift von Emil und Lina! Alle Zettel stammten von seinen beiden Freunden. Sie hatten heimlich ihre Wunschzettel unter die der Kinder gemischt und in die Werkstatt geschmuggelt, um noch mehr Dalmatiner in der Nachbarschaft zu haben. „Die beiden wollten wohl noch mehr Hundefreunde haben“, schmunzelte Alfred. „Aber echte Hunde kann man nicht verschenken, vor allem nicht zu Weihnachten. Also muss ich mir wohl etwas einfallen lassen!“
Er hatte sich entschieden, aus weißem Plastik kleine Hunde zu formen und sie mit schwarzer Farbe zu bemalen, damit sie so aussahen wie echte Dalmatiner. Es war eine knifflige Arbeit, doch Alfred war geschickt und voller Eifer. Voller Tatendrang malte er die letzten Flecken auf den vierten Dalmatiner und stellte sie alle stolz in die Werkstatt neben die selbstgemachte Hundehütte.
Alfred, der kleine Wichtel, lachte leise und freute sich, dass er den Wunsch der beiden Hunde auf seine eigene Weise erfüllt hatte. Doch er wusste auch, dass Emil und Lina ihre Zettel nie wieder so heimlich verstecken würden.

Türchen 12
Alfred in der Wunschzettelwerkstatt
Der Weihnachtsbaum war fertig, geschmückt ist auch alles, nun war es also an der Zeit, sich heute in die Wunschzettelwerkstatt aufzumachen. Die Kinder hatten ihre Wünsche aufgeschrieben, an den Weihnachtsmann geschickt und der Weihnachtsmann hatte Alfred gebeten, die Wünsche aus Vaihingen sorgfältig zu lesen.
Voller Vorfreude machte er sich auf den Weg zur Werkstatt, die hinter der kleinen Tür 12 im Kalender verborgen war. Drinnen lagen unzählige Wunschzettel auf vom Boden verteilt und Alfred nahm den ersten in die Hand und legte ihn auf sein Tischchen. „Bücher, Bilder, Eisenbahnen…“, las er laut vor und machte sich Notizen. Die Wünsche der Kinder waren vielfältig: Teddys, Schaukelpferde, und immer wieder wünschten sich viele Kinder Dalmatiner – genau so, wie sie Emil und Lina immer wieder in der Nachbarschaft trafen. „So viele Wünsche“, dachte Alfred und blätterte weiter. Er las von Puppen, Playmobil und Süßigkeiten. Jeder Wunsch war besonders, und Alfred wollte sicherstellen, dass alle Kinder glücklich werden.
Er machte sich eine lange Liste, was er für Weihnachten vorbereiten musste: Bücher schreiben und Spielzeuge herstellen, Teddys und Eisenbahnen basteln und natürlich für Emil und Lina einen besonderen Hundeknochen an den Baum hängen. Und über die Dalmatiner musste er noch mal nachdenken.
Als Alfred nun endlich den letzten Wunschzettel gelesen und seine Liste fertig hatte, fühlte er sich zufrieden. Es war viel zu tun, aber er war sicher, dass er alles schaffen würde. Weihnachten würde magisch werden – für jedes Kind und für seine Freunde Emil und Lina in Vaihingen.

Türchen 11
Alfred schmückt den Weihnachtsbaum
Wie jeder Tag in der Weihnachtszeit, war ein ganz besonderer Tag für Alfred. Er hatte gestern im Wald einen prächtigen Weihnachtsbaum gefällt, den er nun liebevoll schmückte. Mit kleinen flinken Händen hängte er bunte, glänzende Kugeln an die Zweige. Jedes Mal, wenn eine der Kugeln funkelte, musste Alfred innerlich schmunzeln.
Dann zog er eine Kiste mit goldenen Kerzen hervor und befestigte sie sorgfältig an den Zweigen, sodass der Baum bald im warmen Glanz erstrahlte.
„Ein Stern darf natürlich nicht fehlen“, murmelte Alfred und setzte den grünen Holzstern vorsichtig auf die Spitze des Baumes. Der Stern glänzte nicht, aber er hatte eine ganz besondere Bedeutung. Alfred hatte ihn von einer Freundin aus München geschenkt bekommen. Es war ein besonderes Geschenk und deshalb war es für Alfred so wertvoll. Schließlich holte er einen Mistelzweig aus der Ecke und hängte ihn über dem Baum auf. „Da könnte sich doch noch jemand küssen“, dachte er, während er sich am Glanz seines Werkes erfreute. Weihnachten ist ja auch ein Fest der Liebe.
Es war schon spät, als Alfred endlich mit dem Schmücken fertig war. Der Grund, warum seine Geschichte heute so spät erzählt wurde, war, dass er den ganzen Tag im Keller nach der Dekoration gesucht hatte. Manchmal musste man eben ein wenig Geduld haben, dachte er sich.
Doch jetzt, nach all den Vorbereitungen, saßen Alfred, Lina und Emil gemeinsam am Baum. Der Raum war erfüllt von der Ruhe des Abends. „Es ist so still hier“, sagte Alfred leise und schaute auf den Baum. Sie alle wussten, was heute anders war. Sie denken an ihre treue Freundin Paula, auch einem Hund aus der Familie. Sie ist schon ein bisschen alt und kann nicht mehr so rumspringen wie Emil und Lina. Das nächste Mal, wenn sich sehen, dann werden sie ihr all die großartigen Geschichten von ihren Abenteuern erzählen. Die Erinnerung an Paula bleibt für immer in ihren Herzen, und der Baum erstrahlte als Symbol der Liebe, die nie vergeht.

Türchen 10
Alfred und der Weihnachtsbaum
Alfreds Aufgabe war es, den Kindern der Nachbarschaft jeden Tag im Dezember eine Freude zu bereiten und heute hatte er eine große Mission: Er wollte einen Weihnachtsbaum fällen, den er für die Kinder schmücken wollte.
Am Morgen zog Alfred seine grüne Wollmütze über die spitzen Ohren, schnappte sich seine kleine Holzsäge und trat vor sein Türchen. Dort warteten schon Lina und Emil, die beiden Dalmatiner. „Heute holen wir den schönsten Baum des Waldes“, erklärte Alfred den Hunden, die aufgeregt mit ihren Schwänzen wedelten.
Gemeinsam machten sie sich auf den Weg. Der kalte Dezemberwind pfiff durch die Straßen, aber Alfred war warm eingepackt, und die Hunde tollten fröhlich um ihn herum. Nach einer Weile erreichten sie den Wald, wo sich die Bäume wie Wächter in den Himmel reckten. Der Schnee lag dick auf den Ästen, und die Stille des Waldes wurde nur vom Knirschen ihrer Schritte durchbrochen.
Alfred blieb stehen und betrachtete die Bäume. „Wir brauchen einen Baum, der nicht zu groß und nicht zu klein ist“, murmelte er. Lina schnüffelte an einer Tanne, aber die war Alfred zu breit. Emil bellte vor einem hohen Baum, aber dessen Zweige waren zu dünn. Schließlich entdeckte Alfred einen Baum, der wie gemalt aussah: gerade gewachsen, mit dichten grünen Zweigen und einer perfekten Spitze.
„Das ist er!“ rief Alfred begeistert. Doch bevor er seine Säge ansetzen konnte, bemerkte er ein Eichhörnchen, das aus einem Loch im Baum hervorlugte. „Oh, Entschuldigung! Wohnen Sie hier?“ fragte Alfred höflich. Das Eichhörnchen nickte. „Ja, dieser Baum ist mein Zuhause.“ Alfred runzelte die Stirn. „Dann suche ich lieber weiter. Niemand soll sein Heim verlieren.“
Alfred, Lina und Emil zogen tiefer in den Wald, bis sie schließlich einen anderen Baum fanden, der ebenso schön war – und dieses Mal ohne Bewohner. Mit flinken Händen und der Hilfe von Lina und Emil sägte Alfred den Baum ab. Es war harte Arbeit, aber schließlich war der Baum bereit.
Zurück aus dem Wald trank er einen heißen Kakao und schaute ihn noch einmal zufrieden an. Er lächelte, während er daran dachte, dass sie den schönsten Weihnachtsbaum für Vaihingen gefunden hatten.

Türchen 9
Alfred und die Schneemänner
Am 9. Dezember erwachte der Wichtel Alfred in seinem kleinen, gemütlichen Haus im Adventskalender in Vaihingen. Der Winter war da, aber draußen lag noch kein Schnee. Alfred wusste, wie sehr sich die Kinder in der Nachbarschaft auf den ersten Schnee freuten. „Aber wir können trotzdem etwas zaubern!“, dachte er entschlossen.
Mit den beiden Dalmatinern, Lina und Emil, an seiner Seite machte sich Alfred daran, Schneemänner zu bauen. Doch nicht aus echtem Schnee, sondern aus dem feinem, weißen Schnee, den er vor zwei Tagen selbst hergestellt hatte. Er war flauschig und noch immer schön wie an den Tagen zuvor.
Mit viel Geschick formte er die ersten Schneekugeln, setzte sie aufeinander und gab ihnen jeweils einen schwarzen Zylinder auf den Kopf. „Ein Zylinder macht sie besonders“, murmelte er und wickelte ihnen einen rot-weiß gestreiften Schal um den Hals. Zwei der Schneemänner bekam zudem ein kleines, grünes Bäumchen in die Arme, welche er die Tage davor aus dem Wald mitgebracht hatte.
„Jetzt seid ihr fertig!“, sagte Alfred zufrieden und stellte die Schneemänner vorsichtig in Türchen Nummer 9 auf. Als die Kinder in der Nachbarschaft vorbeikamen, staunten sie: „Schau mal, Schneemänner!“ riefen sie begeistert. „Und die Zylinder und Schals sind so schön!“
Alfred beobachtete das fröhliche Lächeln der Kinder und freute sich, dass seine Schneemänner ihnen Freude brachten, auch wenn draußen kein Schnee lag. „Manchmal braucht es keinen echten Schnee, um den Winter zu spüren“, dachte er, während Lina und Emil fröhlich um ihn herumliefen.
Und so brachte Alfred mit seinen Schneemännern ein kleines Stück Winterzauber in die Herzen der Kinder, auch ohne den ersten Schnee. Fröhlich zogen die drei von dannen auf der Suche nach neuen Abenteuern.

Türchen 8
Alfred fährt Schlitten
Es war der 8. Dezember und heute war ein ganz besonderer Tag: Es war nicht nur der zweite Advent, sondern endlich konnten sie den Schnee nutzen, den Alfred so mühsam hergestellt hatte. Alfred hatte beschlossen, eine Schlittenfahrt zu machen!
Er freute sich schon riesig, denn er hatte seine zwei besten Freunde mit dabei: Emil und Lina, die beiden Dalmatiner. „Na, seid ihr bereit?“, rief Alfred und kletterte aus dem Fenster. Emil und Lina sprangen um ihn herum, die Freude in ihren Augen war unübersehbar.
Alfred hatte den Schlitten aus alten roten Holzplättchen und einer Schnur gebaut. Es war nicht der schönste Schlitten, aber er funktionierte. Schnell hängte er das Ende der Schnur an Emil und Linas Geschirre und sagte: „Los geht’s!“
Die beiden Dalmatiner waren sofort voller Energie und rannten los. Der Schlitten zog hinter ihnen her, und Alfred hielt sich mit beiden Händen fest, während der Schnee um sie herumwirbelte. Es war eine wilde Fahrt durch den Garten, über den Schnee, der bei jedem Schritt knirschte. Emil und Lina flogen förmlich über den glatten Untergrund, und Alfred lachte laut. „Juhu! Das ist wie ein Abenteuer aus einem Märchen!“, rief er, während der Wind ihm ins Gesicht blies. Sie jagten durch den Garten, sprangen über kleine Hügel und fuhren in engen Kurven um Bäume und Sträucher.
„Lasst uns den Hügel hinauf und eine Abfahrt machen.“ So machten sie sich auf, den kleinen Hügel hoch. Oben angekommen, löste Alfred den Schlitten vom Geschirr der beiden Hunde, schob den Schlitten an die Kante und schon ging es ab. Der Schlitten raste schnell den Hang hinunter, während der Wind durch Alfreds Haare pfiff. Lina und Emil rannten begeistert bellend nebenher. Der Schlitten sauste über kleine Hügel und sie flogen mit einem großen Sprung in die Luft. Alle drei landeten lachend im weichen Schnee. „Das war genial! Lasst uns noch mal fahren.“
Nachdem alle mit dem Schlitten wieder oben angekommen waren, ging es weiter – schneller und mit noch mehr Spaß als zuvor. Sie flogen über die verschneiten Wiesen, vorbei an Bäumen, die unter der Last des Schnees ächzten. Die frische Luft strömte Alfred um die Ohren, und der Schnee glitzerte in der Sonne, die durch die Wolken brach.
„Ich glaube, wir müssen eine kleine Pause machen!“, rief Alfred, als er spürte, dass der Schnee ihm die Wangen rot färbte. Die Dalmatiner setzten sich erschöpft auf den Boden, ihre Zungen hingen aus ihren Mäulern, und Alfred setzte sich neben sie. Gemeinsam beobachteten sie die so friedlich wirkende Umgebung. „Was für ein Tag!“, sagte Alfred und blickte in den Himmel. „Ich kann es kaum erwarten, euch noch mehr Abenteuer zu zeigen!“
Als der Nachmittag zu Ende ging und die Sonne langsam hinter den Bäumen verschwand, machten sich Alfred, Emil und Lina auf den Rückweg. Der Schlitten war nun von Schnee bedeckt, und alle drei waren ein wenig müde, aber glücklich.
„Ich hoffe, ihr hattet genauso viel Spaß wie ich“, sagte Alfred, als sie wieder vor dem Fenster des Adventskalenders standen.

Türchen 7
Alfred produziert Schnee
Am 7. Dezember war Alfred, der Wichtel, besonders beschäftigt. Er lebte in einem kleinen, bunten Adventskalender und hatte eine ganz besondere Aufgabe: Er musste den Schnee für den Kalender herstellen. Heute stanzte er mit einem winzigen Stanzer hunderte Schneeflocken aus, die glänzten wie kleine Diamanten.
Alfred arbeitete hart, und es war eine mühsame Aufgabe. Die Schneeflocken waren winzig, aber perfekt, jede einzelne ein kleines Meisterwerk. Als er gerade eine besonders schöne Flocke ausgestanzt hatte, hörte er plötzlich lautes Getrappel und Kichern. Er blickte aus dem Fenster seines kleinen Häuschens und sah die Dalmatiner Lina und Emil. Sie sprangen fröhlich durch den frisch gestanzten Schnee, der sich nun überall im Adventskalender verstreut hatte.
„Oh nein!“, rief Alfred und stürmte nach draußen. Der Schnee, den er so mühsam gestanzt hatte, war nun völlig durcheinander. Die beiden Hunde hatten keine böse Absicht, doch ihre Spielerei hatte alles durcheinandergebracht. Alfred stöhnte und schüttelte frustriert den Kopf. „Warum nur?“ dachte er. Es war so viel Arbeit, diesen Schnee perfekt zu machen.
Lina und Emil bemerkten, dass sie etwas falsch gemacht hatten, und hörten sofort auf zu spielen. Sie standen still und blickten Alfred entschuldigend an. Alfred atmete tief durch und sammelte sich. „Na gut“, sagte er schließlich. „Ihr könnt spielen, aber bitte nicht mehr über den Schnee laufen! Ich versichere euch in den nächsten Tagen werden wir noch zusammen Spaß im Schnee haben.“
Die Dalmatiner nickten und hielten sich diesmal zurück. Alfred arbeitete weiter, stanzte neue Flocken aus und füllte den Kalender mit frischem Schnee. Als der Tag zu Ende ging, war alles wieder perfekt – der Schnee glitzerte, und der Kalender war für den nächsten Tag bereit.
Alfred legte sich zufrieden in sein Bett und dachte daran, dass es manchmal Geduld braucht, um alles richtig zu machen.
(Co-Autor: Theresa)

Türchen 6
Alfred genießt einen freien Tag an Nikolaus
Der Wichtel Alfred war in diesem Jahr besonders zufrieden. Alles war bisher perfekt gelaufen: Die Glöckchen waren repariert, die Adventskränze und die Plätzchen waren fertig und der schöne Adventskalender hatte jeden Morgen Kinderaugen zum Leuchten gebracht. Jetzt hatte er sich einen freien Tag redlich verdient.
Am Nikolaustag kuschelte sich Alfred in seinen gemütlichen Liegestuhl vor das Fenster seines kleinen Zimmers. Mit einer dampfenden Tasse Zimttee mit Orange in der Hand und einem spannenden Buch auf dem Schoß ließ er die Seele baumeln. Von seinem Platz aus konnte er die Kinder im Viertel beobachten. Sie versammelten sich vor dem großen Adventskalender in Vaihingen, in den Alfred eingezogen war. Ihre fröhlichen Gesichter und das Staunen über die liebevollen Überraschungen machten ihn ein bisschen stolz.
„Das ist der wahre Lohn meiner Arbeit“, sagte Alfred zufrieden und dachte kurz darüber nach, was er die nächsten Tage wohl alles mit den beiden verrückten Dalmatinern erleben würde. Dann nahm er einen Schluck Tee, blätterte entspannt die nächste Seite um und verlor sich wieder in der Geschichte über die mutigen Elfen, die auszogen, um einen Schneemann zu befreien.

Türchen 5
Alfred putzt die Schuhe für Nikolaus
Es war der 5. Dezember, und Alfred, der kleine Wichtel, hatte viel zu tun. Nikolaus stand kurz bevor und Alfred wusste, dass er noch seine Stiefel putzen musste. Jedoch waren die Stiefel, die er für seine Waldspaziergänge trug, noch voller Schlamm und Dreck. Alfred war normalerweise ein sehr ordentlicher Wichtel, aber nach seinem letzten Ausflug in den Wald hatte er es versäumt, die Schuhe zu reinigen. Der Boden war matschig gewesen, und der Weg voller Pfützen. Nachdem er Eicheln und Tannenzapfen gesammelt hatte, war er einfach zu müde gewesen, um sich um seine Stiefel zu kümmern. Nun standen sie vor ihm – dreckig und abgenutzt.
„Das geht so nicht“, murmelte Alfred, während er sich die Stiefel ansah. „Die müssen glänzen, bevor es richtig Weihnachten wird.“
Mit einem Seufzen holte er seine Reinigungsutensilien hervor: Eine Bürste, Schuhcreme und ein weiches Tuch. Die Dalmatiner Emil und Lina, die immer neugierig waren, spielten im Garten und kamen hin und wieder an den Adventskalender gesprungen. Sie schnüffelten an Alfreds Stiefeln und liefen dann aufgeregt auf und ab.
Alfred seufzte, als Emil mit einem frechen Sprung auf einen der Stiefel trat, und Lina schnüffelte neugierig an der Schuhcreme. Doch die beiden Hunde merkten schnell, dass es hier ziemlich langweilig war, und zogen sich zurück, um weiter im Garten zu spielen.
Nun konnte Alfred endlich in Ruhe mit der Arbeit beginnen. Mit schnellen, geübten Bewegungen begann er, die Stiefel von dem hartnäckigen Matsch zu befreien. Die Bürste arbeitete gründlich, doch der Dreck war schwer zu entfernen. Es dauerte eine Weile, bis Alfred den Schmutz vollständig abgekratzt hatte. Danach trug er sorgfältig die Schuhcreme auf und polierte das Leder. Als der Glanz langsam zurückkehrte, war Alfred zufrieden. Er nahm das weiche Tuch und polierte die Stiefel, bis sie glänzten und fast das Licht reflektierten. Die Stiefel sahen nun aus wie neu – bereit für die festliche Zeit.
Die Dalmatiner schauten neugierig von draußen durch das Fenster und beobachteten, wie Alfred mit seinen frisch geputzten Stiefeln stolz durchs Zimmer ging. Alfred stellte die Stiefel an ihren Platz und nickte zufrieden. Der Tag war noch jung, aber er wusste, dass er gut vorbereitet war. Der Nikolaus konnte kommen, und Alfred hatte nun nicht nur glänzende Stiefel, sondern auch ein gutes Gefühl, dass alles rechtzeitig fertig war.

Türchen 4
Alfred repariert die Weihnachtsglocken
Jedes Türchen brachte Alfred neue Aufgaben, die zur Weihnachtszeit erledigt werden mussten, um auch in diesem Jahr Weihnachten zu einem besonderen Fest zu machen. Heute war es seine Aufgabe, die Weihnachtsglocken zu reparieren. Wie in jedem Jahr war er guten Mutes die Glocken in den hellsten Tönen läuten und im besten Glanz erstrahlen zu lassen. Einige der alten Glocken hatten Risse, andere waren etwas verbogen und der Glanz war über die Jahre verblasst. Aber Alfred wusste, dass er sie mit seinem Hammer und dem Lappen alle wieder zum Strahlen bringen konnte.
Als er sich zur Arbeit aufmachte, sah er noch, wie zwei braun gepunktete Hunde um die Ecke verschwanden. Die beiden Dalmatiner Emil und Lina, die immer neugierig durch die Gegend streiften, hatten die goldenen Glocken gesehen die er sich schon bereitgelegt hatte. Sie fanden sie so verlockend, dass sie beschlossen, sie zu stehlen. Sie mussten sich leise an den Adventskalender geschlichen haben, schnappten sich so viele Glocken wie sie tragen konnten und verschwanden damit im Garten. Die Glocken klingelten leise in Emil und Linas Maul. Doch plötzlich fielen einige der Glocken zu Boden. Andere wurden von den beiden Dalmatinern durch den Garten getragen, bis sie schließlich in einem Gebüsch und in den Laubhaufen verschwanden. Alfred, der in seinem kleinen Fach des Kalenders beobachtete, was geschah, schnaufte. „Oh nein! Die Glocken!“
Er wusste sofort, dass er sie reparieren musste, wenn Weihnachten noch festlich werden sollte. Also schlüpfte er aus dem Adventskalender und machte sich auf den Weg in den Garten. Als er die kaputten Glocken fand, seufzte er tief. Mit seinen kleinen Händen und einer großen Portion Geduld begann er die Glocken zu reparieren. Er entfernte den Schmutz, füllte Risse mit goldfarbenem Leim und glättete die Dellen der Hundezähne. Die Hunde saßen schüchtern am Rande des Gartens und beobachteten, wie der Wichtel unermüdlich arbeitete.
Emil wuffte und Alfred antwortete in seine Arbeit vertieft „Ja ich weiß, das war nicht eure Absicht.“ Als die Reparaturen endlich abgeschlossen waren, nahm Alfred ein weiches Tuch und polierte jede Glocke mit Hingabe. Die Glocken glänzten wieder im Licht des Advents. Schließlich stellte er sie zurück an ihren Platz im Türchen Nummer 4 und hörte das sanfte Klingen, das die ganze Atmosphäre mit festlichem Zauber erfüllte. Alfred atmete zufrieden auf. Emil hatte inzwischen mit einem tiefen, zufriedenen Brummen neben ihm gesessen, als wollte er sagen: „Es tut mir leid, Alfred. Ich war nur neugierig.“ „Du kannst ruhig neugierig sein, Emil“, lachte Alfred und setzte die letzte Glocke an ihren Platz. „Aber das nächste Mal frag bitte vorher.“
Und so klangen die Weihnachtsglocken auch in diesem Jahr wieder klar und schön – dank Alfred, dem fleißigen Wichtel, der immer wusste, was zu tun war.
„Eine frohe Weihnachtszeit, Emil und Lina“, rief Alfred und verschwand im Adventskalender.

Türchen 3
Alfred bastelt Adventskränze
Es war ein ruhiger Vormittag, als Alfred sich entschied, Adventskränze zu basteln. Der Duft von Tannenzweigen lag in der Luft, und die Sonne schickte sanfte Strahlen durch die Baumwipfel. Es war der perfekte Moment, um in den Wald zu gehen und frische Zweige zu sammeln. „Der erste Advent ist schon vorbei und der Adventskranz muss noch fertig werden“, murmelte Alfred, während er seine warme Mütze tiefer ins Gesicht zog und den Schal etwas fester um den Hals wickelte. Doch in diesem Jahr hatte Alfred eine besondere Idee: Er wollte nicht allein in den Wald gehen.
Schnell rief er Emil und Lina, die beiden Dalmatiner, die immer für ein Abenteuer zu haben waren. Als sie ihn erblickten, stürmten sie fröhlich zur Tür. Emil, der vor Energie sprühte, hüpfte aufgeregt um Alfred herum, während Lina mit ihrem sanften Blick an seiner Seite blieb. „Na, habt ihr Lust auf einen Ausflug in den Wald?“, fragte Alfred lächelnd. Die Hunde bellten aufgeregt und sprangen auf und ab – die Antwort war eindeutig: Ja!
Gemeinsam machten sie sich auf den Weg. Emil schnüffelte neugierig am Waldrand, während Lina ruhig und aufmerksam an Alfreds Seite ging. Der Boden unter ihren Füßen war weich und von Laub bedeckt, und die Luft war klar und frisch. Alfred konnte das leise Rascheln der Bäume hören und fühlte sich tief in seinem Herzen mit der Natur verbunden. „Hier kann ich die schönsten Zweige finden“, dachte er und ging tiefer in den Wald. Emil rannte voraus, drehte freudig seine Runden und sprang immer wieder über die kleinen Bäche, die den Wald durchzogen. Lina blieb nah bei Alfred und schlich wie eine stille Wächterin durch das Unterholz.
Alfred sammelte mit geübtem Blick die besten Tannenzweige, die er finden konnte. Er wusste genau, welche sich für die Kränze eignen würden. Emil, immer auf der Suche nach neuen Abenteuern, entdeckte plötzlich ein kleines Eichhörnchen, das zwischen den Bäumen hervorlugte. Mit einem freudigen Bellen jagte er ihm hinterher, während Lina ruhig weiterging und sicherstellte, dass Alfred nicht alleine war.
Als Alfred genügend Zweige gesammelt hatte, machte er sich auf den Rückweg, die Hunde immer noch an seiner Seite. Emil hatte inzwischen das Eichhörnchen aus den Augen verloren, aber sein Schwänzchen wedelte immer noch vor Aufregung. „Komm, Emil, wir haben genug Abenteuer für heute“, rief Alfred und lachte, als er mit den Hunden den Heimweg antrat.
Zu Hause angekommen, begann er, mit geschickten Händen, die Zweige zu einem Kranz zu flechten. Jede Wendung war sorgfältig geplant, damit der Kranz schön und fest wurde. Als er mit der Basis fertig war, nahm er die Kerzen, die er in bunten Farben bemalt hatte und befestigte sie auf dem Kranz. „Eine Kerze für jeden Adventssonntag. Dies wird der schönste Kranz aller Zeiten", dachte Alfred stolz, als er den Kranz betrachtete. Geschickt fügte er auch noch kleine Kugeln in silber und gold sowie rote Bänder hinzu. Der Kranz war nun vollständig, doch Alfred konnte sich nicht zurückhalten. Er bastelte noch zwei weitere Kränze und stellte sie überall im Haus auf. Als er schließlich die erste Kerze anzündete und das warme Licht den Raum erleuchtete, fühlte er sich bereit für die festliche Zeit. „Weihnachten kann kommen!“ Es war eine weitere Einstimmung auf die festliche Zeit, und Alfred wusste, dass er sich keine besseren Begleiter hätte wünschen können als Emil und Lina.

Türchen 2
Alfred backt Plätzchen
Die Weihnachtsvorbereitungen hatten begonnen, und Alfred war schon früh auf den Beinen. Der Duft von frischem Teig lag in der Luft, als er in der kleinen Küche stand und die Zutaten zusammenstellte. Mit Eifer füllte er die Schüssel mit Mehl, Zucker, Zimt, Vanille und Eiern. „Es dauert nicht mehr lange, dann riecht das ganze Haus nach Plätzchen“, dachte er fröhlich. Mit den Händen knetete er den Teig und rollte ihn auf einer bemehlten Fläche aus. Dann wurde alles vorsichtig in die Formen aus Herzen und Lebkuchenmännchen verbracht. Der Ofen war schnell vorgeheizt, und bald konnte er die ersten Plätzchen backen. Während die Plätzchen im Ofen goldbraun wurden, stellte Alfred sicher, dass er genug Zuckerguss, Schokoladenstückchen und bunte Streusel hatte, um sie zu dekorieren. Es dauerte nicht lange, bis der Raum vom süßen Duft der Plätzchen erfüllt war. Alfred probierte ein kleines Stück und nickte zufrieden. „Mmm, sie schmecken perfekt!“ dachte er, als er die warmen, duftenden Plätzchen auf einem Teller anrichtete. „Ich kann es kaum erwarten, sie mit meinen Freunden zu teilen.“
Plötzlich traf es Alfred wie ein Blitz. Er hatte seine besondere Überraschung für Emil und Lina vergessen. Statt süßer Plätzchen mit Zimt und Zucker, die für Hunde nicht gut sind, entschloss er sich, extra Hundekekse zu backen. In seiner kleinen Küche holte er die Zutaten hervor: frischen Käse, Kurkuma und ein paar Eier. Zuerst rieb er den Käse fein und mischte ihn mit etwas Kurkuma, das verleiht den Keksen eine schöne Farbe. Dann schlug er die Eier auf und fügte sie der Mischung hinzu. Alfred knetete ihn mit seinen kleinen Händen und rollte ihn aus, bevor er die Kekse in hübsche Formen brachte. Schließlich kommen die Leckerbissen in den Ofen. Als die Kekse knusprig waren, konnte Alfred es kaum erwarten, sie Emil und Lina zu geben. Die beiden Hunde würden Ihn sicher nach Ihrem Spaziergang wieder besuchen kommen.
Jetzt gibt es Plätzchen für all seine Freunde.

Türchen 1
Alfred zieht ein
Es war der erste Dezember und Alfred, der kleine Wichtel, hatte sein gemütliches Häuschen in der weihnachtlichen Wichtelstadt verlassen. Die Freunde hatten ihm geholfen, seinen Umzug in das Wichtelhaus zu organisieren, und bald schon war alles an seinem neuen Platz. Alfred war in den Adventskalender nach Vaihingen gezogen. Es war ein ganz besonderer Kalender, denn jedes Fenster, das sich öffnete, brachte ein Stückchen Magie mit sich - er wollte dieses Jahr unbedingt den Kindern in Vaihingen eine Freude bereiten.
Alfred richtete seine Zimmer ein, stellte die kleinen Regale auf, füllte sie mit seinen Habseligkeiten und Weihnachtsdekoration. Als er alles eingerichtet hatte, überkam ihn aber doch ein kurzes Gefühl von Einsamkeit. So weit weg von seinen Wichtelfreunden. Doch das Gefühl blieb nicht lange. Plötzlich hörte er ein freudiges Bellen. Zwei Dalmatiner, Emil und Lina, stürmten auf sein neues Zuhause zu, ihre weißen Fellkörper mit den braunen Flecken wackelten aufgeregt hin und her. „Na, wer wohnt denn da?“, bellte Lina und wedelte fröhlich mit dem Schwanz. Emil bellte aufgeregt, schnüffelte neugierig an Alfreds Füßen und blickte dann mit seinen warmen braunen Augen zu ihm auf. Alfred lachte herzlich und streichelte die beiden Tiere. Es fühlte sich so gut an, von ihnen begrüßt zu werden. Ihre Nähe gab ihm ein Gefühl von Geborgenheit und Schutz. Als Emil und Lina sich eng an ihn schmiegt und ihn mit ihren sanften Schnauzen anstupsten, wusste Alfred, dass er hier willkommen war und dass er in ihrer Gesellschaft nichts zu fürchten hatte. Die beiden Dalmatiner waren seine wachsamen Freunde, die ihn mit ihrer Fröhlichkeit und Loyalität in der lebhaften Adventszeit begleiteten.
Als er schließlich seine Tür wieder schloss, fühlte er sich wohl und glücklich. "Ich bin bereit für die Weihnachtszeit", murmelte Alfred zufrieden und setzte sich mit einer Tasse Tee vor den Kamin.

